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Telekom neuer Vertriebspartner für Glasfaser

09. Juni 2026

Das kommunales Glasfasernetz wächst weiter: 
Gemeindewerke Oberhaching gewinnen Telekom als zusätzlichen Partner


Die Gemeindewerke  und die Deutsche Telekom haben eine Zusammenarbeit beim Glasfaserausbau in Oberhaching vereinbart. Ein entsprechender Kooperationsvertrag eröffnet der Telekom den Zugang zu der Glasfaserinfrastruktur, die die Gemeindewerke in den vergangenen Jahren in der Kommune errichtet haben. Damit zählen die Telekom und ihre Partner künftig zum Kreis der Anbieter, deren Dienste über das Glasfasernetz der GWO bezogen werden können.


Von Anfang an verfolgten die Gemeindewerke beim Glasfaserausbau einen offenen Ansatz: Die Infrastruktur wird einmal hergestellt und steht anschließend mehreren Diensteanbietern offen. Mit der Münchner M-net und mit Vodafone Business sind bereits zwei etablierte Netzbetreiber auf dem Netz aktiv. Mit der Telekom kommt nun ein weiterer hinzu – ein klarer Zugewinn für die Wahlfreiheit der Oberhachinger Bürgerinnen, Bürger und Betriebe.


Überall dort, wo ein Glasfaseranschluss der Gemeindewerke bereits in einem Gebäude vorhanden ist, lassen sich künftig Produkte der Telekom und ihrer Partner buchen. Die Verlegung der Glasfaser innerhalb des Gebäudes bis in die einzelne Wohnung übernehmen dabei die Gemeindewerke. Somit steht das Netz zukünftig 4000 Anschlussnehmern zur Verfügung. Der Vertrieb der Telekom-Angebote soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 anlaufen; technisch sind Übertragungsraten von bis zu 1 Gigabit/Sekunde möglich.


Für die GWO ist die Kooperation Ausdruck eines ressourcenschonenden Grundprinzips: Statt zusätzlicher Tiefbaumaßnahmen wurde und wird vorhandene Infrastruktur gemeinsam genutzt und besser ausgelastet – zum Vorteil der Gemeinde und ihrer Anschlussnehmer.

Telekom Vertragsunterzeichnung Juni 2026
Telekom Vertragsunterzeichnung Juni 2026

Sitzend v. l.: Telekom-Konzernbevollmächtigter Stefan Krantz und GWO-Geschäftsführer Sascha Bucklitsch bei der Vertragsunterzeichnung. Stehend von links Melissa Holz und Philipp Diermann (Breitbandkooperation Telekom), Alexandra Haunz (Kommunalberaterin Telekom), Bürgermeister Stefan Schelle, Jana Pötzinger (GWO Glasfaser) und GWO-Geschäftsführer Thomas Hümmer.

Glasfaser mit Fernwärme oder separat
Auch Gebäude, die bislang noch nicht erschlossen sind, sollen schrittweise angebunden werden. Bei der Verlegung neuer Fernwärmeanschlüsse errichten die GWO kostenlos den Glasfaseranschluss mit nunmehr drei Anbietern. Darüber hinaus können Eigentümer einen Glasfaser-Gebäudeanschluss jederzeit direkt bei den Gemeindewerken beantragen und unabhängig von einem Fernwärme-Hausanschluss – dann jedoch kostenpflichtig – errichten lassen. Für die Nutzung ist in jedem Fall ein Vertrag mit einem der Provider notwendig.


Voraussetzung für die Nutzung der Angebote ist, dass die Eigentümer der Verlegung der Glasfaser im Gebäude bis in die Wohnung zustimmen. Die Gemeindewerke stimmen die erforderlichen Arbeiten dann in einem persönlichen Termin im Objekt ab.


„Die Gemeinde Oberhaching treibt bereits seit 2010 den Breitbandausbau aktiv voran. Im Zuge des Fernwärmeausbaus war es naheliegend und zukunftweisend, ein eigenes Glasfasernetz mit zu verlegen. Immer mit dem Ziel, die Infrastruktur nur einmal zu schaffen, damit die Oberhachinger Privathaushalte und Gewerbebetriebe die Dienste möglichst vieler Anbieter nutzen können. Es freut uns, dass es nach vielen Jahren des Dialogs nunmehr gelungen ist, diese für alle Seiten vorteilhafte Kooperation auch mit der Telekom herzustellen“, sagt 1. Bürgermeister Stefan Schelle.


Sascha Bucklitsch, Geschäftsführer der GWO und unter anderem für den Geschäftsbereich Glasfaser zuständig, ergänzt: „Durch die enge Zusammenarbeit mit der Telekom können bestehende kommunale Strukturen und Telekommunikations-Know-how sinnvoll zusammengeführt werden. Davon profitieren die Menschen und Betriebe in Oberhaching.“


Über die Gemeindewerke Oberhaching
Die Gemeindewerke Oberhaching bestehen seit 20 Jahren und haben sich – ausgehend von der Fernwärmeversorgung – zu einem kommunalen Mehrsparten-Versorger entwickelt. Im Zuge des Fernwärmeausbaus schufen sie ab 2010 die Grundlage für ein leistungsfähiges Glasfasernetz, das 2015 in Betrieb ging. Heute umfasst das Netz rund 93 Kilometer und erschließt neben dem Ortskern auch die äußeren Ortsteile.