Direkt zum Inhalt
Änderungen bei Strom- und Fernwärmeabrechnungen in 2024

Änderungen bei Strom- und Fernwärmeabrechnungen

Die drastischen Veränderungen des Energiemarktes im letzten Jahr haben die Großhandelspreise für Energie in bis dato unbekannte Höhen steigen lassen. Um die Belastungen der Haushalte und der Industrie zu dämpfen, hat die Bundesregierung ein Strompreisbremsegesetz beschlossen. Diese Strompreisbremse war zunächst bis 31. März 2024 geplant. 

Für unsere Stromkunden galt bis dahin: Für Privathaushalte, die nicht mehr als 30.000 Kilowattstunden verbrauchen, wurde der Preis für 80 Prozent des verbrauchten Stroms inklusive aller Preisbestandteilen wie Netzentgelte oder Umsatzsteuer auf 40 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt. Die Marktpreise sind mittlerweile wieder gesunken und wir haben diesen Preisvorteil an unsere Kunden bei der Preisanpassung weitergegeben. Aktuell liegt der Arbeitspreis deutlich unter den angenommenen 40 Cent pro Kilowattstunde. Die aktuellen Preise finden Sie hier.

Für unsere Fernwärmekunden bedeutet der Wegfall der Wärmepreisbremse das die staatlichen Zuschüsse auf die bisherigen Abschläge, die nach der Preisanpassung zum 01. Oktober 2023 gewährt wurden, für die Abschläge ab Januar nicht mehr gewährt werden. In den versendeten Abschlagsmitteilungen wurde dies bereits berücksichtigt. 

Anstieg der Strom-Netzentgelte 2024

Die Bundesregierung hat mit Ankündigung vom 15. Dezember 2023 angedachte Zuschüsse für Netzentgelte der Übertragungsnetzbetreiber aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds gestrichen. Damit sollte die Netzentgelte für Strom reduziert werden und die Privathaushalte und Unternehmen entlastet werden. Infolgedessen erhöhen sich zum 1. Januar 2024 die Netzentgelte bei den Netzbetreibern. 
Für unsere Stromkunden bedeute der Wegfall der Zuschüsse eine Erhöhung der Netzentgelte. Bei den bestehenden Stromlieferverträgen werden die Netzentgelte vertragsgemäß in voller Höhe an die Kunden weitergegeben. Ein Sonderkündigungsrecht besteht auf Grund dieser Anpassung nicht. 

 

Ermäßigter Mehrwertsteuersatz

Stand 5. Februar 2024

Der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent bei Gas- und Wärmelieferungen könnte nun doch wie ursprünglich vorgesehen erst Ende März 2024 auslaufen.

Die Bundesregierung hatte die Umsatzsteuerermäßigung für Gas- und Fernwärmelieferungen zwischenzeitlich in Frage gestellt. Damit wäre die Umsatzsteuer zum 1. Januar 2024 von 7 auf 19 Prozent gestiegen und die Entlastungsmaßnahme drei Monate früher als zunächst vorgesehen beendet. Der Bundesrat hatte das sog. Wachstumschancengesetz, die Grundlage für die Entlastungsmaßnahme, blockiert weil es zu Einnahmeausfällen bei den Ländern führt.

Das Wachstumschancengesetz hängt  allerdings aktuell im Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag fest und die Änderungen sind noch nicht final beschlossen. Die nächste reguläre Sitzung des Bundesrats ist derzeit für den 22. März 2024 vorgesehen.

Seitens der SPD kommen nun vor dem Hintergrund von Verhandlungen zwischen Bundesrat und Bundestag Signale, die Frist könnte eventuell bis Ende März 2023 belassen werden. Auch die Energiebranche forderte die Politik auf, die Steuersenkung bis Ende März 2024 gelten zu lassen, um die Haushalte bis zum Ende der Heizperiode zu entlasten.

Wir werden Sie an dieser Stelle  weiterhin möglichst aktuell über den Stand der Dinge informieren.