Spatenstich für Oberhachinger Energiezentrale

Dynamischer Spatenstich, v. l. n. r.: Willi Brake, Michael Grandtner, Gregor Gruber, Thomas Hümmer, Stefan Schelle, Harald Neuner, Stephan Langgaßner, Anton Aumer

Kernstück der geothermischen Wärmeversorgung entsteht bis Ende 2021

Für die Energiezentrale der Gemeindewerke Oberhaching (GWO) ist der offizielle Spatenstich erfolgt. Zusammen mit Oberhachings Bürgermeister Stefan Schelle und GWO-Geschäftsführer Thomas Hümmer schwang eine ganze Reihe von Projektbeteiligten den Spaten, um die neue Anlage auf den Weg zu bringen. Schelle freute sich, dass das geothermische Fernwärmeprojekt in Oberhaching mehr und mehr seiner Vollendung entgegengehe. „Nach dem Bau von mehr als 50 Kilometern Fernwärme- und Glasfasernetz in den vergangenen Jahren ist mit der Energiezentrale nun einer der Schlussbausteine des Projekts in Arbeit. Damit sichern wir zusätzlich und langfristig die Versorgung unserer Bürger mit klimafreundlicher Wärme aus dem Erdinnern ab“, so der Rathauschef.

Die Anlage an der Oberhachinger Raiffeisenallee dient als Redundanz- und Spitzenlastanlage, das heißt zur Überbrückung von Stillstandszeiten, beispielsweise bei Wartungsarbeiten, und zur Sicherstellung der Heizkapazität an den kältesten Tagen des Jahres. Bewerkstelligt wird das durch drei Heizkessel mit je zehn Megawatt Leistung, starke Netzpumpen und eine Netzersatzanlage zur Sicherung der Wärmeversorgung auch bei Stromausfall im öffentlichen Netz. Ferner ist ein Pufferspeicher mit 600 Kubikmetern Heißwasser geplant, das zur Überbrückung von Lastspitzen zugespeist werden kann.

Im Gebäude ihren Platz finden wird auch eine Anlage zur Enthärtung und Entsalzung des Wassers, das im Fernwärmenetz zirkuliert. Außerdem wird in der Energiezentrale ein Verteilknoten für das Oberhachinger Glasfasernetz, ein sogenannter Point-of-Presence (POP), entstehen. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der gesamten Anlage ist für Ende 2021 geplant.